Freitag, 4. August 2017

Kurzrezension: Alles, was folgte von Renate Ahrens

 

Titel: Alles, was folgte 

Autorin: Renate Ahrens

Verlag: Droemer HC

Seitenzahl: 336

ISBN-10: 342628166X

ISBN-13: 978-3426281666

Preis: 19,99 Euro 










Inhalt: 

Eine deutsche Familiengeschichte zwischen Zweitem Weltkrieg und Mauerfall.

Mit dem Fall der Mauer gerät auch das Leben der 44-jährigen Hamburgerin Katharina Elbracht ins Wanken: Sie erhält ein Bündel Briefe aus Ostberlin, aus dem hervorgeht, dass die Frau, die sie ihr Leben lang ›Mutter‹ genannt hat, in Wahrheit ihre Tante war. Zutiefst erschüttert beginnt Katharina die Geschichte ihrer Familie zu enthüllen. Dabei stößt sie auf eine junge Liebe, die mit Swing-Musik begann und vom Krieg zerstört wurde, auf zwei Schwestern, die durch die Mauer getrennt wurden und einen lebenslangen, geheimen Pakt schlossen, und auf die Spur ihres Vaters, der 1945 als verschollen galt. Ihre Recherchen führen Katharina durch halb Deutschland und bis nach Irland, wo ihr unbekannter Vater einsam und zurückgezogen leben soll. Eines Tages steht sie vor einem alten Haus und streckt die Hand Richtung Klingel aus ...

 

 


Lesegrund: 

Bei diesem Buch hat mich die Thematik direkt angesprochen. Ich mag ja, wie ihr wisst, Familiengeschichten und bevorzugt in schwierigen Zeiten, sehr gerne lesen und daher musste Renate Ahrens' neues Werk auch gelesen werden.



Handlung: 

In dieser Geschichte geht es um die Protagonistin Katharina Elbracht. Katharina ist 44 Jahre alt und lebt in Hamburg. Als sie kurz nach dem Mauerfall ein Bündel Briefe aus Ostberlin erhält, bringt dies ihr ganzes Leben ins Wanken, denn durch die Briefe erfährt sie, dass ihre Mutter eigentlich ihre Tante war. Erschüttert und voller Fragen beginnt Katharina Nachforschungen über ihre Familie anzustellen und entdeckt dabei nicht nur eine junge Liebe, die vom Krieg zerstört wurde, sondern erfährt auch mehr über den Pakt zweier Schwester, die durch die Mauer getrennt wurden. Zudem stößt sie auf die Spur ihres Vaters, der seit 1945 als verschollen galt und beschließt sich auf den Weg zu ihm, nach Irland, zu machen ...


Schreibstil:

Der Schreibstil von Renate Ahrens hat mir sehr gut gefallen. Die Autorin schreibt ohne viele Schnörkel, aber sie schafft es dennoch authentisch die Emotionen in der Geschichte rüberzubringen. Das fand ich toll. Erzählt wird die Geschichte in Ich - Form aus der Sicht der Protagonistin Katharina, aber es gibt auch, ohne Regelmäßigkeit, Kapitel aus der Sicht von Oskar. 



Charaktere: 

Die Ausarbeitung der Charaktere hat mir gut gefallen. Ich mochte es, dass sie detailliert beschrieben waren und auch nicht viele Klischee's mitgebracht haben. Die Protagonistin hat mir gut gefallen, aber auch die Charaktere in der Vergangenheit hatten ihren Reiz.

 

Spannung: 

Den Spannungsbogen hat Renate Ahrens die meiste Zeit über recht gut gehalten. Lediglich im Mittelteil hätte die Handlung, für meinen Geschmack, noch ein kleines bisschen dichter seien können. Ansonsten habe ich die Entwicklungen aber durchweg mit Interesse verfolgt.

 

Emotionen:  

Die Emotionen hat die Autorin sehr gut transportiert, sodass ich teilweise wirklich mit den Charakteren mitgefühlt habe. Zudem gibt es eine Vielzahl an emotionalen Momenten, die sich nicht nur auf eine Liebesgeschichte beschränken, sondern mit denen die Autorin auch auf Verbundenheit und die Suche nach den eigenen Wurzeln blickt.

 

"Alles, was folgte" ist ein gelungener Roman, der mich besonders durch die interessante Handlung und die schön dargestellten emotionalen Themen überzeugt hat!

 

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